Samstag, 13. August 2016

Der dunkelste Moment

Text und Bild (c) Eva-Maria Eleni
Da gab es diesen einen Moment, ich war so froh, überglücklich!
 Endlich, ein solch wundervolles Licht schien mir am Ende des Tunnels entgegen. 
Doch dann, mit einem Schlag fand ich mich plötzlich vollkommen allein, zerbrochen, verwirrt, nackt, einsam und frierend wieder. 
Du hattest mich verlassen, gerade, als ich dich gefunden hatte.
Ich durchlebte eine der dunkelsten Stunden, welche ein Mensch wohl je durchleben kann. 
Nach schier endlosen Durststrecken durch Wüsten,
 nach dem Durchwandern langer Wegstrecken, umschlungen von undurchsichtigen Nebelschleiern, erschien mir plötzlich dein Licht. 
Welch Freude, welch Überraschung!
 Ein Versprechen, endlich den Durst zu stillen, 
das alte Grauen zu vergessen. 
Doch dann geschah das Unfassbare. 
Die Schatten rückten näher denn je.
 Die rettenden Tropfen des erneuernden Wassers wurden ausgekippt. 
Sie versickerten sofort im Sand einer neuen Wüste, 
welche sich vor mir nun auftat. 
Oh welcher Schmerz, mein Herz es mir beinahe zerriss.
Die Stacheln der Vergangenheit waren so sehr zu spüren,
 so deutlich nun, schlimmer als je zuvor. 
Und ich war allein. 
Du hast mich allein gelassen. 
Ich verstand gar nichts mehr, in mir herrschte das Chaos.
 Es brach mir das Herz, in tausend Stücke.
 Ich wollte es nicht wahrhaben, konnte es nicht ertragen.
 Also habe ich gekämpft, darum, dass es besser würde, darum, 
dass all das Schlimme sich irgendwie auflösen würde. 
Aber es wurde kaum besser.
 Immer wieder stand ich auf, 
nahm Anlauf und prallte wieder gegen eine Wand. 
Ich schlug mit bloßen Fäusten darauf ein, 
doch das Ergebnis blieb immer dasselbe.
Doch genau dadurch hast du mich dazu gebracht, 
MICH wieder zu finden. 
Nur hatte ich mich so sehr vergessen, 
dass diese Erkenntnis eine ganze Weile auf sich warten ließ.
Du hättest gar nichts Anderes, nichts Besseres tun können, 
als genau das, was du getan hast. 
Ich war allein und lernte, 
mich Stück um Stück wieder neu zusammen zu finden. 
Du hast mir gezeigt, wohin ich eigentlich wirklich gehörte. 
Die alten Arrangements aus Dürrezeiten wurden in dem Moment, 
da ich dein Licht und deine Wärme spürte, 
so überdeutlich in ihrer Absurdität.
Überdeutlich waren auch ihr Spott und Hohn über meine eigene Kleinheit.
Alles jammern und klagen half nichts.
Ich bettelte um Rettung aus meiner Dunkelheit, 
bis ich langsam lernte, was ich nur für mich alleine tun konnte.
Es dauerte, aber ich fand eine Kraft und Stärke in mir und näherte mich der Wahrheit jenseits des Scheines immer weiter an. 
Vieles ließ ich hinter mir und so manches lasse ich auch heute noch zurück.
Doch dann musste ich noch etwas sehr viel Schwereres lernen,
 als mich endlich gut um mich zu kümmern.
 Ich musste lernen, auch dich in der Dunkelheit alleine zu lassen.
Ich musste lernen, dir zuzutrauen, 
dass du DICH dort wieder finden würdest.
 Ich konnte dich nicht halten,
 ich durfte dich nicht halten und manchmal wollte ich es auch
 einfach nicht mehr.
 Ich wusste, nur dort würdest zu all deiner Stärke zurück finden, 
wenn ich deine Hand nicht mehr festhalten würde und mich nicht mehr durch dein Bitten und Flehen ablenken ließ. 
Auch das war schwer, so unsagbar schwer, denn es machte mir wieder Angst, obwohl es diesmal deine Dunkelheit war – so dachte ich.
 Ich wusste du hasstest mich dafür, ich wusste, 
dass ich riskierte, dass du dir eine Andere suchst. 
Doch auch hier lernte ich, neue Wüsten zu durchwandern.
 Ich lernte noch besser auf mich zu achten, lernte, die Lügen zu erkennen, welche die Wahrheit von uns entfernt gehalten hatten.
 Ich lernte, dass ich mich dafür nicht zu schämen brauchte,
 wenn ich etwas tat, was „man auf keinen Fall tun dürfe“.
Heute, nach all der Zeit und den vielen Wüsten, 
welche wir abwechselnd zu durchschreiten hatten, 
würde ich manches Mal gerne sagen, 
dass mir das alles so unsagbar leid tut, 
weil es so schmerzlich für dich und mich war. 
Doch würden diese Worte womöglich bedeuten, 
den so unschätzbar großen Wert dessen, 
was wir für uns finden konnten, klein zu machen. 
Darum sage ich es so nicht und hoffe, dass du dennoch verstehst.


Text und Bild (c) Eva-Maria Eleni



Freitag, 12. August 2016

Was zählt ist, was uns wirklich berührt.

Text und Bild (c) Eva-Maria Eleni
Wenn es keine Rolle mehr spielt, woher jemand kommt, 
welchen Weg er einst aus welchen Gründen eingeschlagen hat 
und auch nicht, welche Rolle er spielt, weil es keinerlei Bedeutung hat, 
wird endlich Raum frei für das was zählt.
Was zählt ist,
 was uns wirklich berührt. 
Was zählt ist, 
wie du dich selbst, dein tiefstes Wesen, zum Ausdruck bringst.
Was zählt ist, 
Wahrhaftigkeit 
Was zählt ist, 
ob du standhaft bleibst, wenn jene, die sich nicht auf der Ebene der Wahrhaftigkeit befinden, dies nun verpönen, verspotten, nieder reden.
 Dies stärkt unseren Willen und unsere Klarheit, 
hilft uns Angepasstheit hinter uns zu lassen und zu lernen was es bedeutet "ICH" zu sein, während wir uns fortwährend reinigen und lösen von Vermischungen, Ideen und Rollen, von Sinnlosigkeit, Fernsteuerung, 
Leere und Leblosigkeit.

Was zählt ist die wahre Herzensbegegnung - unumwunden, 
ohne all den hinderlichen Schnickschnack der unser Leben so kompliziert gemacht hat und uns SELBST verhindert hat.
In diese Richtung wandert die Welt,
 weil wir uns nicht mehr zufrieden geben mit dem was man uns einst vorgesetzt hat. 
Wir sind nicht mehr willens,
 dies zu akzeptieren und unterwerfen uns nicht mehr. 
Selbst wenn viele in ihrer Blindheit sich noch immer gut eingerichtet haben und dieses mit Zähnen und Krallen zu verteidigen suchen. 
Je mehr sie dies tun, 
je mehr sie jammern und sich wehren, 
je aggressiver sie sich zeigen, 
desto weiter sind wir schon gekommen.
 Sie reagieren so, weil sie es spüren können, dass die Zeit gekommen ist, 
loszulassen - egal ob sie wollen oder nicht.

Wahre Begegnungen bereichern ungemein,
 sie stärken uns und helfen uns dabei,
 auch wieder unser SELBST zu leben,
 zum Ausdruck zu bringen. 
Wir vermehren unsere Energie, 
indem wir voneinander wissen,
 uns austauschen. 
Wahrhaft bereichernde Begegnungen
 vermehren unsere Energien anstatt uns abzuzapfen
 oder uns einzuzwängend in viel zu kleine, unpassende Formen. 
Trotzdem geht jeder seinen Weg für sich, beständig vorwärts,
 forscht und bewegt sich unweigerlich 
und unaufhaltsam auf sein inneres Ziel zu. 
Deine Richtung kennst du vielleicht schon. 
Du spürst, wohin es dich zieht, selbst wenn sich das Ziel noch unscharf oder gar nicht richtig in Gestalt und Form zu erkennen gibt. 
Doch das macht nichts. 
Das Herz, unser Kompass, weist dir und mir den Weg. 
Wir gehen nicht fehl, 
nehmen die Hürden und Herausforderungen. 
Manchmal sind wir zwar verzagt und müde, 
manchmal fröhlich hüpfend und singend. 
All das gehört zu dieser unbeschreiblichen Reise durch diese Zeit,
auf dem Weg zurück zu uns selbst.
Eines Tages werden wir uns dann gegenüber stehen. 
Wir sind diejenigen, die sich immer schon gesucht haben. 
In Würde und Ganzheit blicken wir uns an 
und werden begriffen haben 
was nur dieser Weg uns zu lehren vermochte!


Für dich, dein Herz, deine Seele, deine innere Kraft und deinen Mut: http://eva-maria-eleni.blogspot.co.at/…/die-ruckkehr-der-sa…

Text und Bild (c) Eva-Maria Eleni

Mittwoch, 10. August 2016

Wahrheit – immer wieder Wahrheit

So vieles will genau jetzt wieder in die Klarheit zurück finden.
 Dies bedeutet, die tiefe, gefühlte Wahrheit will ausgesprochen werden. 
Gleichzeitig verlangt das Leben nach Wahrhaftigkeit. 
Die Wahrheit will ihren Ausdruck in deinem Leben finden. 
Jetzt gerade erleben wir einen Höhepunkt der sich reibenden Pole: 
Lüge und Wahrheit zeigen sich beide (über)deutlich. 
Sie reiben sich kräftig und zeigen ihre Unvereinbarkeit. 
Sie machen uns klar, was hier vor sich geht und sie werden von uns verlangen, Entscheidungen zu treffen.
Für unsere momentane Entwicklung bedeutet dies nun – mehr denn je – dass sich deine Seele nicht mehr mit Halbwahrheiten
 und Lügen abspeisen lassen will. 
Systeme sind ungesund (egal ob es sich nun um globale/staatliche/wirtschaftliche/berufliche Systeme oder zwischenmenschliche/familiäre/partnerschaftliche Systeme handelt), 
wenn sie darauf basieren, dass gewisse Dinge nicht ausgesprochen,
 ja nicht einmal angedacht werden dürfen, weil sie das System fundamental gefährden und in seinen Grundfesten zerstören. 
Genau solche Systeme aber haben sich etabliert. 
Dies ist das Resultat einer Geschichte, 
welche tatsächlich schon weit zurück reicht.
Der Weg zur Wahrheit zurück ist deshalb so schwierig 
und langwierig zu beschreiten, 
weil wir unser gesamtes Leben gleich mit umkrempeln müssen. 
Wir können nicht nur Lügen an manchen Stellen aufzudecken meinen und an anderen Stellen schauen wir dann lieber doch nicht hin.
 Es beginnt immer bei uns selber - in unserem nächsten Umfeld.
 Wir lassen uns nur dann immer wieder mit Lügen und Halbwahrheiten abspeisen, wenn wir uns im Grunde immer wieder vor unserer inneren Wahrheit ebenso abwenden. 
Ein Mensch, der sich angewöhnt hat, seiner eigenen eigenen Wahrheit aus dem Weg zu gehen, dem wird es nicht komisch, sondern richtig vorkommen, wenn er belogen wird.
Es beginnt in uns und bei unserem Umfeld. 
Können wir hier unumwunden die Wahrheit aussprechen, 
oder gibt es dort sofort Ablehnung und Widerstand? 
Wird unverzüglich mit psychologischen und energetischen Waffen wie beispielsweise Beschuldigungen geschossen? 
Wird der vermeintliche „Nestbeschmutzer“ schnell ins Abseits gestellt,
 gar als „Idioten“ abgestempelt, damit seinen Ideen nicht länger nachgegangen werden muss? 
Wird mit Vernebelung, Verschleierung, Ablenkung oder Projektion gearbeitet? 
Dies sind psychologische Muster und Tricks, welche viele Menschen sich angewöhnt haben, um sich selber die unangenehme Wahrheit 
vom Leibe zu halten.
Jetzt, in dieser besonderen Phase, begegnen wir solchen Dingen vermehrt – auf die eine oder andere Weise. 
Vielleicht wagst du es nicht, die Wahrheit auszusprechen, weil du die Reaktionen deines Umfeldes schon erahnen kannst? 
Vielleicht spürst du energetische Schutzwälle anderer sehr deutlich, 
welche dir sagen: 
Wahrheit unerwünscht!
 Gegen sie schienst du vielleicht schon lange nicht anzukommen?
 Aber jetzt kommt das Wichtige: 
Hast du dich damit womöglich schon arrangiert, hast gelernt, dies hinzunehmen?
 Erkenne es, denn das Blatt wendet sich gerade.
 Hemmschwellen brechen jetzt langsam ein 
und die Wahrheit wird alles überschwemmen. 
Aber es braucht dein Zutun!
Auch wenn du die Wahrheit schon sehr nahe bei dir fühlst, hast du dich vielleicht aus bestimmten Gründen nie ganz getraut, klar zu ihr zu stehen.
 Vielleicht hast du befürchtet, deinen Job zu verlieren,
 dass es in Freundschaften so richtig krachen könnte,
 oder dass familiäre Verbände auseinander brechen? 
Wenn du das liest, hast du diesbezüglich auch selber wahrscheinlich schon gewisse Anzeichen wahrgenommen, oder es ist sogar schon zu manchen Ausbrüchen gekommen. 
Sei dir jedenfalls bewusst, dies ist erst der Anfang. 
Jetzt ist die Zeit da, dass die zurück gehaltene Wahrheit wieder zum Ausdruck findet. 
Wie erwähnt können wir jetzt beide Pole sehr stark wahrnehmen –
 zum einen die Wahrheit, die sich ihren Platz zurück fordert – 
zum anderen die Lüge, die das System schützen will, welches sie so lange am Leben erhalten konnte.
 Beides kracht jetzt auf einer unsichtbaren Ebene ganz stark aufeinander und dies bleibt auch auf sichtbarer, 
materieller Ebene nicht ohne Auswirkungen.
Warum ist das überhaupt wichtig zu wissen: 
Schau genau hin und erkennen die Zeichen. 
Es wird ja vieles dafür getan, um die sichtbaren Hinweise so gering wie möglich zu halten, weil auf energetischer Ebene vieles aufgebaut wurde, was das Durchkommen der Wahrheit schon sehr lange behindert. 
Wenn du ein solches Hindernis wahrnimmst, dann ist es vielleicht jetzt genau an dir, dir dieses Hindernis genau anzusehen und zu erkennen, wo es jetzt aufgelöst werden kann, will und muss. 
Nimm die Lüge nicht mehr hin, nimm verschleiernde Scheingründe nicht mehr hin. 
Verweile in der Wahrheit, auch wenn sie unbequem erscheinen mag. Erspüre deine Muster in dir, deine Angewohnheiten, dich von der Wahrheit abzuwenden (zu lassen), weil du etwas vermeiden wolltest/solltest. 
Es hatte alles seine Gründe. 
Doch jetzt will etwas Neues kommen. 
Wenn du genug hast von der Lüge, von Maskeraden und dem ewig selben oberflächlichen, sinnleeren Tratsch um Nichtigkeiten, dann bist du sehr wahrscheinlich ein Verfechter und „Rückbringer“ der Wahrheit. 
Dann bist du dazu aufgerufen, 
die alten Muster zu erkennen und diese zu erlösen! 

Ein praktischer Tipp:
Da diese Geschichten ja schon weit zurück reichen ist es eine wichtige Unterstützung, die Ahnenlinie von solcherlei schädlichen Strukturen zu befreien.
 Dazu kannst das Ahnenritual aus meinem Buch 
„Die Befreiung kraftvoller Weiblichkeit“ durchführen (du findest es unter dem Kapitel „Befreiungsritual“)
Kennst du mein neues Buch für deine Klarheit, Mut und Stärkung deiner inneren Kraft schon? hier: http://eva-maria-eleni.blogspot.co.at/…/die-ruckkehr-der-sa…
(c) Eva-Maria Eleni



Sonntag, 7. August 2016

VERLETZTER MANN

Moving Stillness09
die verletzung des mannes wo kommt sie her?
 wer hat das in ihm angerichtet, dass er sich nur mit dem spiel der macht zur wehr setzen kann… gegen sein herz. 
gegen dein herz.
 wo liegt der verrat in seinem leben und wer hat diese tiefen wunden in sein herz gerissen, dass es ihm nicht gelingt sich der liebe die sich ihm wieder aufs neue offenbart hinzugeben?
was treibt ihn hinein in diesen kalten ort, 
von wo aus seine worte alles was gerade erblühen wollte erfrieren lassen. wer hat ihn verraten an dem punkt wo er weich und offen war?
 und wie kommt es dass dies so tief in seinen zellen vibriert, 
dass es unmöglich ist liebe anzunehmen 
ohne sie dabei augenblicklich wieder zu zerstören?
und was geht wirklich in ihm vor wenn er handelt in dem wissen, 
dass dies nun ein schwertstoss in ihr herz sein wird. 
oder ist er in diesem moment machtlos vor der eigenen angst,
 ist er so unbewusst gefangen in der vergangenheit, 
dass es ihm den zugang nimmt sich selber wirklich zu spüren
 geschweige denn sein gegenüber?
woher kommt diese verletzung und wann haben wir dich gebrochen,
 dein herz.. lieber mann?
 wann waren wir kalt und berechnend und haben dich in deiner bedürftigkeit nach liebe abgelehnt und ausgelacht. 
wann war die zeit wo frau die rüstung nicht ablegen konnte 
und die offenheit des mannes belacht hatte. 
und wie schliessen wir all diese wunden, 
dass es aufhört der kreislauf der verletzungen?
lieber mann,
als ich dich in deiner liebe nicht ertragen konnte 
und du dich weich und verletzlich gezeigt hast, 
war mein wunsch nach dem “wahren starken mann” grösser… 
und ich habe dich verachtet in deiner “weiblichkeit”.
 denn ich fühlte mich beraubt endlich frau zu sein 
und in die arme eines starken mannes zu sinken 
und nicht in das tränenmeer eines verletzten wesens, 
der sich genauso nach liebe sehnte wie ich.
ich wurde hart und zerstörerisch und ich habe dir gesagt, 
dass ich dich so nicht lieben kann. 
doch du bist geblieben und meine ärger gegen dich hat sich gesteigert. deine flehenden blicke, deine bittenden worte, dein mich verherrlichen…. 
es war mir alles zuviel. 
und in mir ist eine wut entstanden.
 ich erinnere mich noch.. 
und du wurdest stiller und kleiner und ich wurde mächtiger und fassungsloser über deine schwachheit… mann.
ja so hab ich es gesehen und so hab ich dich bloß gestellt.
hab dich zerfetzt in deiner verletzlichkeit mit der hoffnung du würdest deinen mann stehen. 
was bleibt mir heute? 
als dir zu sagen…. ich wusste nicht was ich tat. 
was bleibt mir heute als anzuerkennen wo die ohnmacht herkommt 
die jetzt in deinem herzen schwingt. 
was bleibt mir anderes… als dich um vergebung zu bitten
 und dir zu sagen es tut mir leid. 
auch ich war schwach, auch ich war müde, auch ich war unfähig dich so anzunehmen wie du warst, denn auch ich hatte ein zerrüttetes fundament und eine vorstellung von mann und frau sein.
 ich war mir selber machtlos ausgeliefert und den neurotischen spuren die das leben in mir hinterlassen hatte.
es geht nicht darum, dass wenn ich anders gewesen wäre 
du noch bei mir wärst. 
doch ich möchte mich bei euch entschuldigen ihr männer.
 die ihr durch unsere worte und taten in eurer verletzlichkeit gekränkt worden seid. 
dass wir euch nicht zugestehen konnten, dass auch ihr in einer wandlung seid und verloren in den welten.
 ich bitte dich um vergebung,
 dass ich dich nicht seinlassen konnte wie du bist. 
dass ich dich klein gemacht habe und erniedrigt. 
dass ich dir vorgeworfen habe, was du alles nicht bist 
und dir vermittelt habe, dass du nicht gut genug bist für mich.
nun kannst du keine liebe mehr ertragen von frau. 
nun kannst du nicht mehr vertrauen 
und bist auf dem rachezug gegen die liebe. 
vielleicht können meine worte frieden bringen in dein herz und versöhnung. heute sehe ich auch meinen teil der geschichte und heute möchte ich licht in unser aller vergangenheit und verletztheit bringen. 
dass sich die ebene mann frau wieder ausbalancieren kann. 
dass wir unseren platz wieder finden ohne im spiel mit der macht unbewusste kämpfe zu kämpfen. 
bitte vergib mir.. wenn du kannst. 
auch ich vergebe dir.
 und ich vergebe mir.
 denn jetzt ist die zeit da… 
dem grossen raum zu geben, 
dem wahren und uns aus unserer verletztheit heraus zu befreien…. 
damit sich frieden ausbreiten darf.. in uns.. in unserer welt.
lieber mann. 
wenn du merkst du kannst dich wieder öffnen steh ich da.. 
reiche dir meine hände… und wir können versöhnt neue wege gehen.
 ich umarme in dieser zeit auch meine wunden… 
und tränke sie mit mitgefühl und verständnis.


amen
deine verena




DIE REIFE FRAU.....

woman wise
...sie kann warten.
warten bedeutet nicht sich zu limitieren. 
sich nicht aufs abstellbänkchen zu setzen. 
zu resignieren. 
warten bedeutet sich der natur hinzugeben. 
und sich den geschenken des lebens und der weisheit 
die im fluss der natur liegt auszuliefern.
ich bin immer wieder verwundert wie frauen über 40 noch immer an dieser idee, des prinzen festhalten wollen. 
obwohl sie schon alle beziehungen gehabt haben,
 obwohl sie schon fast alle verheiratet waren, kinder haben.. 
die jetzt vielleicht endlich aus dem haus sind .. 
obwohl sie verlassen haben,
 verlassen wurde, 
geschieden sind und auch erfüllt – erfüllt von erfahrungen. 
erfüllt von soviel wissen und reife.. 
und sich jetzt einlassen könnten auf etwas ganz neues.
 auf ihr eigenes abenteuer.
 auf reisen, auf experimente, auf das erforschen ihrer eigenen wild natur.
statt dessen sind viele wie gelähmt und noch so vertieft in der konditionierung nur ein mann kann mich glücklich machen, 
dass das leben an ihnen vorbeifliesst.. 
ja und das mein ich nicht mit warten.
 da ist der unterschied zwischen warten und warten. 
die form des gesunden wartens beziehe ich auf ein ruhendes herz, 
das sich zurücklehnt und dem treiben der frau genussvoll zuschaut. 
sie darauf hinweist was ihr gut tut.. 
und diese lernt darauf zu vertrauen, zu lauschen zu hören.
warten ist die gabe des weiblichen prinzips. 
die frau in der ein kind entsteht.. weiss hier gibt es nichts zu fossieren,
 hier gibt eis keine beschleuningugnsmassnahmen..
 hier heisst es auf das ereignis zu warten und diesen prozess im wunderbarsten fall wirklich zu geniessen.
die frau trägt geduld in sich. 
als wesentlicher seelenaspekt.
 doch die ist in der westlichen welt verloren gegangen… 
alles muss schnell gehen, immer muss aktion dabei sein und ein ziel gesetzt werden. 
dies hat die frau von ihrer natur weggebracht. 
darum glaub ich auch, dass es gut ist wenn frauen sich mit frauen treffen.. wenn frauen sich auf die weisheit der ahninnen besinnt 
und sich dem treiben des männlichen prinzips so nicht mehr aussetzen.
 und doch erlauben wir es den männer uns zu sagen wie frau zu fühlen,
 zu handeln hat.
 wir lassen uns von männern erzählen, was frau sein bedeutet –
 ist das nicht die reinste blasphemie?
liebste reife frau. 
hast du nicht genug von deiner ewigen suche.
 hast du nicht genug gekämpft, geopfert, gelitten versucht, getan..
 dass beziehung funktioniert. 
ist es nicht an der zeit sich auf die wesentlichste beziehung einzulassen.. die zu gott und dadurch zu dir.
hast du nicht einfach die schnauz voll?
dann erinnere dich, du bist die unendlich weite.
du bist die erde.
 durch dich fliesst, durch dich passiert
einfach nur durch dein reines sein.
und dort treffen wir uns.
und erfahren was frieden bedeutet.
und du erahnst vielleicht schon, 
das unsagbare geschenk und die lebendigkeit
die im warten und in der geduld verborgen sind.
und wenn mann lust hat, darf er uns an diesem ort gesellschaft leisten.
denn eine reife frau schliesst den mann in ihrem leben nicht aus
doch die illusion die sie um ihn aufgebaut hat.
und kannst du dann sein erleichterndes seufzen wahrnehmen?
moksha

august 2014


SPRECHEN LERNEN

man crying
viele männer wissen gar nicht, was wir meinen.. 
wenn wir sie bitten, zuzuhören. 
wenn wir sie fragen, was sie fühlen. 
denn das fühlen findet bei männern über sex statt, 
über berufliche erfolge und über das schulterklopfen, 
was für eine tolle frau sie an land gezogen haben. 
dann schwellt irgendwo die brust an. 
doch wenn es darum geht auszudrücken, wo sie traurig sind,
 müde sind, erschöpft sind, ratlos sind… 
kommt alles vom ratio. 
ist alles so kopfgesteuert, dass sich zwei welten treffen. 
und doch leiden auch die männer, unter ihrer eigenen sprachlosigkeit – sonst würden sie sich nicht in ihren suchten verlieren.. 
nach andere frauen, nach alkohol, nach exzessivem sport, nach essen,
 oder andern kicks.
 und dann landen sie im burnout.. 
oder bekommen mit 40 einen herzinfarkt, oder haben depressionen.
hinter all dem, ist oft die eigenen sprachlosigkeit und angst,
 vor dem was noch unter der männlichen schale steckt.
 angst zu sehen, wo es ihnen an liebe gefehlt hat, 
angst zu sehen, wo sie schon als kinder überfordert waren, 
angst zu sehen, dass ihr vater ihnen kein richtiger vater war – 
weil er ihnen nicht gezeigt hat, was präsenz bedeutet. 
nämlich mehr als körperliche anwesenheit.
 weil der vater nicht klar sein konnte und gleichzeitig verständnisvoll 
und mitfühlend. 
weil da kein vater war, der ihnen balance gegeben hat oder vertrauen. entweder war da auch ein schweigen oder ein schreien. 
doch keiner, der wirklich in seiner gesunden kraft war.
daraus soll kein vorwurf an die väter ergehen.
 sondern ein erkennen, dass wir jetzt in einer anderen zeit leben wie damals. 
und jetzt schreit uns das leben an: aufzumachen, aufzubrechen. 
die frauen bleiben nicht mehr einfach da und ertragen. 
die frauen übernehmen nicht einfach die kontrolle,
 sondern sie wollen ein gegenüber, das mit verantwortlich ist. 
die frauen werden gehen, wenn männer nicht den schritt wagen,
 über ihre mauern zu schauen, in dem sie sich ihrem inneren kind noch einmal zuwenden… und erfahren, warum sie stumm geworden sind.
 das ist echt sehr mutig, es bedarf sehr viel innere kraft und sehnsucht, diesen schritt zu gehen.. und so zu sprechen, wie sie es noch nie getan haben… 
und vielleicht ist das für manche, mal zu schreien und 
vielleicht ist es für manche, mal still zu sein und nur zuzuhören.
wenn MANN spricht,
 über die tiefe seiner gefühle .. 
weint die welt, weil sie berührt wird, 
dort wo das meiste leid verborgen liegt.
ihr bekommt frauen an die seite, die das von euch fordern.
 dazu sind wir frauen da. 
wir treiben die evolution an auf der herzebene. 
wir öffnen das tor, in eine menschlichkeit und in eine spiritualität, 
die nicht mehr nur hinter dem gebetsschrein praktiziert wird. 
es gibt frauen, die dienen gott. 
und weil sie gott dienen, wollen sie auch den mann daran erinnern, 
dass es mehr gibt als geld, als erfolg, als sex, als identifikation mit der materie. 
sie wollen aus sich und dem mann, 
das göttliche herauskitzeln und über die normalität hinauswachsen.
 über die anerzogenen masken, über die vorstellungen,
 was sie glauben zu sein.
auch für die frauen ist das nicht leicht. 
auch sie haben ihren weg, ihre projektionen, ihre zerstörtes männerbild, dass sie heilen dürfen.. vor allem in sich selber.
 so ist es auch an der zeit, dass frau ihren inneren mann und dessen kraft an nimmt. 
und das beinhaltet die maskulinen aspekte auch auszuleben.. 
frauen haben das recht zu schreien, wütend zu sein, zu toben… 
und sie können erwarten, dass ein mann fähig ist, stehen zu bleiben
 und nicht vor seiner eigenen kraft zurückzuschrecken 
oder auszuweichen oder mit gewalt zu reagieren.
keiner weiss genau wie es geht.
 es ist ein probieren.
 es ist wahrhaftig eine spirituelle praxis – den mann zu stehen und die weiblichkeit würdevoll auszudrücken. 
dazu müssen wir bereit sein, mit unseren schatten zu tanzen, 
zu lachen, zu weinen… sie zu erkennen… und zu bleiben. 
mit all der fassunglosigkeit. 
und ganz oft, ganz oft.. brauchen wir dafür hilfe.
 du mann .. bei männern die es weitergeben, ihre fähigkeit zu sprechen.
 du frau, bei frauen die es weiter geben, ihre fähigkeit auch zu schreien.
dies betrifft nicht alle… ist ja klar.
 sondern es ist etwas individuelles, wo du spürst,
 etwas in dir ist noch nicht kultiviert. 
und auch schreien kann kutliviert sein.. und dann ist es die kraft,
 die die erde unter deinen füssen erbeben lässt.